Nikolaus Lehner - Leben und Wirken
Die Berufsschule Dachau hat im April 2014 offiziell den Namenszusatz „Nikolaus-Lehner-Schule“ verliehen bekommen. Seitdem trägt die Berufsschule Dachau den Namen des ehemaligen KZ-Häftlings und Dachauer Bürgers Nikolaus Lehner. Er wird damit für seine Verdienste als Aufklärer und Mahner geehrt.
Nikolaus Lehner, 1923 in Sighet (Rumänien) geboren, wurde im Dezember 1944 ins Konzentrationslager Dachau verschleppt und dort am 29. April 1945 befreit. Seine Eltern und zwei Geschwister wurden in Auschwitz ermordet. Nikolaus Lehner heiratete eine Auschwitz-Überlebende und gründete mit ihr in Dachau eine Familie. Er führte dort viele Jahre lang einen Holzverarbeitungsbetrieb. Im Jahre 2005 starb er im Alter von 81 Jahren.
Das Leben von Nikolaus Lehner war geprägt von Verfolgung und Haft im Konzentrationslager. Dennoch war er unermüdlich bemüht, einen Beitrag zur Auseinandersetzung vor allem der jungen Generation mit der Vergangenheit zu leisten. Aktiv setzte er sich für eine internationale Jugendbegegnungsstätte in Dachau ein. Als Zeitzeuge und Bürger der Stadt Dachau fühlte er eine besondere Verpflichtung und Verantwortung für eine menschlichere Welt, die sich des Vergangenen erinnert und lernt, daraus ihre Konsequenzen zu ziehen. Er war wacher Mahner und Aufklärer und ist Vorbild für die Jugend.